Osteoporose: Schmerzen, Prävention und Therapiemöglichkeiten

Osteoporose ist eine Erkrankung, deren Name zumindest weitl√§ufig bekannt ist. Im Alltag begegnen wir ihr immer wieder in Form von Synonymen und solchen, die es eigentlich nicht sind: Knochenschwund, Knochenschw√§che oder auch Glasknochen-Krankheit (eigentlich eine ganz andere Erkrankung). Die Bekanntheit der Krankheit beruht darauf, dass weltweit etwa 200 Millionen Menschen daran leiden und mit den Osteoporose-Schmerzen leben m√ľssen.¬† Die Erkrankung f√ľhrt zu einer Verringerung der Knochendichte und kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Trotz der weitl√§ufigen Annahme, dass Osteoporose ein Problem im Alter ist, k√∂nnen auch j√ľngere Menschen von der Erkrankung betroffen sein.¬† Die gute Nachricht ist, dass es viele Therapiem√∂glichkeiten...

Michael Roedeske
Inhaber der Massagesessel Welt

Osteoporose ist eine Erkrankung, deren Name zumindest weitl√§ufig bekannt ist. Im Alltag begegnen wir ihr immer wieder in Form von Synonymen und solchen, die es eigentlich nicht sind: Knochenschwund, Knochenschw√§che oder auch Glasknochen-Krankheit (eigentlich eine ganz andere Erkrankung). Die Bekanntheit der Krankheit beruht darauf, dass weltweit etwa 200 Millionen Menschen daran leiden und mit den Osteoporose-Schmerzen leben m√ľssen.¬†

Die Erkrankung f√ľhrt zu einer Verringerung der Knochendichte und kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Trotz der weitl√§ufigen Annahme, dass Osteoporose ein Problem im Alter ist, k√∂nnen auch j√ľngere Menschen von der Erkrankung betroffen sein.¬†

Die gute Nachricht ist, dass es viele Therapiemöglichkeiten gibt, die helfen können, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Auch Massagen können hier eine sinnvolle Ergänzung sein, wenngleich bei Osteoporose erhöhte Achtsamkeit gefragt ist.

Lesetipp:¬†Wenn du mehr dar√ľber erfahren m√∂chtest, in welchen Bereichen Massagen ihre Wirkung entfalten k√∂nnen, empfehlen wir dir unseren Beitrag: ‚ÄěVon Kopf bis Fu√ü: Hier helfen Massagen‚ÄĚ

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine √§rztliche Beratung. Konsultiere bei anhaltenden Beschwerden bitte unbedingt deinen Arzt oder deine √Ąrztin.

Was ist Osteoporose?

Bei einer Osteoporose nehmen die Knochenmasse und -dichte ab, was zu einer erh√∂hten Br√ľchigkeit der Knochen f√ľhrt. Betroffene Knochen verlieren an Festigkeit und sind anf√§lliger f√ľr Br√ľche, selbst bei geringf√ľgigen Belastungen oder St√ľrzen. Osteoporose entwickelt sich oft schleichend √ľber Jahre hinweg und bleibt h√§ufig unbemerkt, bis ein Knochenbruch auftritt.

Vergleich von gesunden Knochen und Knochen, die von Osteoporose betroffen sind

Quelle: https://www.hessing-kliniken.de/fileadmin/user_upload/01-hessing-stiftung/images/content/pillarpages/Knochenstruktur_Osteoporose.jpg

Diese Krankheit betrifft tats√§chlich haupts√§chlich √§ltere Menschen, kann aber auch bei j√ľngeren Personen auftreten. Besonders h√§ufig sind Frauen nach den Wechseljahren betroffen. Es ist nicht selten, dass Muskelschmerzen bei Osteoporose auftreten, die aber kein Symptom, sondern eine Folge der Erkrankung darstellen.

Lesetipp: Mehr √ľber Muskelschmerzen in den Wechseljahren erf√§hrst du in unserem Artikel.

Wie entsteht Osteoporose?:  Ursachen

Die Entstehung von Osteoporose ist multifaktoriell und kann durch eine Vielzahl von Ursachen beg√ľnstigt werden. Einer der Hauptfaktoren ist das Alter: Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochendichte nat√ľrlicherweise ab. Bei Frauen beschleunigt sich dieser Prozess nach den Wechseljahren aufgrund des sinkenden √Ėstrogenspiegels.

Zu den weiteren Risikofaktoren zählen genetische Veranlagung, hormonelle Störungen, unzureichende Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr sowie ein allgemein inaktiver Lebensstil. Sekundäre Osteoporose kann auch durch bestimmte Erkrankungen oder Medikamente ausgelöst werden. Grundsätzlich wird zwischen drei Arten von Osteoporose unterschieden.

Welche Arten der Osteoporose gibt es?

Da Osteoporose vielfältige Ursachen zugrunde liegen können und der Verlauf individuell ist, teilt man die Erkrankung in drei unterschiedliche Arten ein:

  1. Prim√§re Osteoporose: Diese Form ist die h√§ufigste und umfasst die postmenopausale Osteoporose, die haupts√§chlich Frauen nach den Wechseljahren betrifft.¬† Bei √§lteren M√§nnern und Frauen tritt die senile Osteoporose h√§ufig auf. Beide Arten sind haupts√§chlich durch den nat√ľrlichen Alterungsprozess und hormonelle Ver√§nderungen bedingt.

  2. Sekund√§re Osteoporose: Diese entsteht als Folge anderer Krankheiten oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente. Chronische Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Diabetes oder chronische Niereninsuffizienz sowie die Langzeitanwendung von Kortikosteroiden k√∂nnen die Knochendichte beeintr√§chtigen und zu einer Osteoporose f√ľhren.

  3. Idiopathische Osteoporose: Diese Form tritt ohne erkennbare Ursache auf und betrifft oft j√ľngere Menschen und Kinder. Die genauen Ausl√∂ser sind unbekannt, und die Diagnose erfolgt meist durch den Ausschluss anderer Ursachen.

Osteoporose-Symptome

Subtil und sich schleichend entwickelnd - so könnte man die Anzeichen der Osteoporose zusammenfassen. Die Symptome äußern sich in den meisten Fällen nach längerem Erkrankungszeitraum. Aus diesem Grund wird Osteoporose oft erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert.

Zu den häufigsten Anzeichen von Osteoporose gehören:

  • R√ľckenschmerzen: Durch Wirbelk√∂rperbr√ľche oder Mikrofrakturen der Wirbel.
  • Knochenbr√ľche: Besonders an H√ľfte, Handgelenk oder Wirbels√§ule, selbst bei geringer Belastung - oft auch als Fragilit√§tsfrakturen bekannt.
  • Verlust an K√∂rpergr√∂√üe: Durch Zusammenbr√ľche der Wirbelk√∂rper.
  • Gekr√ľmmte K√∂rperhaltung: Eine Folge von Wirbeleinbr√ľchen, die zu einem Rundr√ľcken f√ľhren.
  • Langsame Heilung von Frakturen: Osteoporose-Patienten heilen langsamer, und Frakturen k√∂nnen zu Deformit√§ten wie einer Wirbels√§ulenkr√ľmmung f√ľhren.

All diese bei Osteoporose typischen Schmerzen und Symptome ziehen langfristig oft schwere Folgen mit sich.

Muskelschmerzen bei Osteoporose: Eine Folge durch Schwächung der Knochen

Die Schw√§chung der Knochen bei Osteoporose hat weitreichende Folgen, die √ľber das Risiko von Knochenbr√ľchen hinausgehen. Ein h√§ufiges Problem sind Muskelschmerzen, die bei Osteoporose durch die ver√§nderte K√∂rperhaltung und die Belastung der Muskulatur entstehen.¬†

Wenn die Wirbelk√∂rper einbrechen, f√ľhrt dies oft zu einer gekr√ľmmten Haltung, die die Muskeln im R√ľckenbereich zus√§tzlich beansprucht und Verspannungen sowie Schmerzen verursacht.¬†

Lesetipp: Muskelschmerzen und ihre Ursachen sind vielseitig und können in sämtlichen Körperregionen auftreten. In unserem Beitrag zu Muskelschmerzen am ganzen Körper erfährst du mehr zu diesem Thema.

Au√üer Frage steht, dass eine Osteoporose-Diagnose eine entscheidende Rolle dabei spielt, Langzeitfolgen zu vermeiden und so fr√ľh wie m√∂glich die richtige Therapie zu finden. Wie stellt man also fest, ob jemand an Osteoporose leidet?

Wie wird Osteoporose diagnostiziert?

Röntgenaufnahme von menschlichen Knochen

 

Die Diagnose von Osteoporose erfolgt in der Regel durch eine Knochendichtemessung, auch als DXA (Dual-R√∂ntgen-Absorptiometrie) bekannt. Dieses Verfahren misst die Dichte der Knochen und hilft, das Risiko von Knochenbr√ľchen einzusch√§tzen. Erg√§nzend k√∂nnen Bluttests durchgef√ľhrt werden, um die Kalzium- und Vitamin-D-Spiegel sowie andere Marker zu √ľberpr√ľfen, die auf eine Knochenstoffwechselst√∂rung hinweisen k√∂nnten.

Fr√ľherkennung ist entscheidend, um auch fr√ľhzeitig mit geeigneten Behandlungsma√ünahmen zu beginnen und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Unabh√§ngig vom Zeitpunkt der Diagnose gibt es eine Vielzahl an Behandlungsm√∂glichkeiten von Osteoporose, die wir dir im Folgenden vorstellen.

Osteoporose-Therapie: Was kann helfen?

Die Behandlung von Osteoporose zielt darauf ab, die Knochendichte zu verbessern, Schmerzen zu lindern und das Risiko von Knochenbr√ľchen zu reduzieren. Zu den bew√§hrten M√∂glichkeiten der Osteoporose-Therapie z√§hlen:

  1. Bewegung und Training: Regelm√§√üige k√∂rperliche Aktivit√§t, insbesondere Krafttraining und √úbungen mit Gewicht, st√§rkt die Knochen und verbessert die Muskelkraft. Auch sanfte Aktivit√§ten wie Yoga und Tai-Chi k√∂nnen die k√∂rperliche Balance und Flexibilit√§t f√∂rdern und so St√ľrzen vorbeugen.

  2. Medikamentöse Therapie: Es gibt verschiedene Medikamente, die dazu beitragen können, den Knochenabbau zu verlangsamen oder den Knochenaufbau zu fördern. Zu den häufig verwendeten gehören Bisphosphonate, Kalzitonin, Hormontherapien und neuerdings auch Medikamente wie Denosumab oder Teriparatid.

  3. Massagen: Sanfte Massagen k√∂nnen die Durchblutung verbessern und Verspannungen l√∂sen, was bei Muskelschmerzen durch Osteoporose hilfreich sein kann. Es ist jedoch sehr wichtig, darauf zu achten, dass keine zu tiefen oder intensiven Massagetechniken angewendet werden, die die br√ľchigen Knochen belasten k√∂nnten. Eine Behandlung durch Massage bei Osteoporose ist deswegen abh√§ngig vom Stadium der Erkrankung und sollte ausschlie√ülich von Expert:innen durchgef√ľhrt werden.

Lesetipp: Unter welchen Voraussetzungen Massagesessel als begleitende Therapie oder in der Prävention zum Einsatz kommen können, erfährst du in unserem Artikel: Sind Massagesessel medizinisch sinnvoll?

Osteoporose und Ernährung

Neben den diversen Therapiem√∂glichkeiten spielt auch die Ern√§hrung eine zentrale Rolle bei der Osteoporose-Behandlung und ihrer Vorbeugung. Eine ausgewogene Ern√§hrung ist entscheidend f√ľr die Knochengesundheit und kann das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, verringern.

Wichtige N√§hrstoffe f√ľr gesunde Knochen sind:

  • Kalzium: Essenziell f√ľr die Knochengesundheit. Gute Quellen sind Milchprodukte, gr√ľnes Blattgem√ľse und angereicherte Lebensmittel.
  • Vitamin D: Unterst√ľtzt die Kalziumaufnahme im K√∂rper. Sonneneinstrahlung und Lebensmittel wie fetter Fisch oder angereicherte Milchprodukte sind gute Quellen.
  • Eiwei√ü: Wichtig f√ľr den Aufbau und Erhalt der Muskelmasse, die die Knochen st√ľtzt.

Durch die richtige Ern√§hrung kann die Knochendichte verbessert und das Risiko von Knochenbr√ľchen gesenkt werden. Achte daher auf eine knochenfreundliche Ern√§hrung: Integriere kalziumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte und gr√ľnes Blattgem√ľse, sorge f√ľr ausreichend Vitamin D durch Sonneneinstrahlung, fettigen Fisch oder Substitute, und nimm gen√ľgend Eiwei√ü zu dir, um deine Muskeln und Knochen zu st√§rken.¬†

Sowie du der Krankheit √ľber die Ern√§hrung positiv entgegenwirken kannst, so gibt es umgekehrt jedoch auch einiges, das es bei Osteoporose unbedingt zu vermeiden gilt.

Was man bei Osteoporose vermeiden sollte

Einige Aktivit√§ten und Gewohnheiten k√∂nnen bei Osteoporose mehr schaden als n√ľtzen. Dazu geh√∂ren:

  • Deep Tissue Massage: Diese intensive Massagetechnik kann die br√ľchigen Knochen zus√§tzlich belasten und sollte vermieden werden.¬†
  • Rauchen: Sch√§digt die Knochengesundheit und verringert die Knochendichte.
  • √úberm√§√üiger Alkoholkonsum: Kann die Kalziumaufnahme beeintr√§chtigen und das Sturzrisiko erh√∂hen.
  • Koffein: Hoher Koffeinkonsum kann die Kalziumausscheidung erh√∂hen und somit die Knochendichte verringern.
  • Mangelnde Bewegung: Bewegungsmangel kann zu einer Verschlechterung deiner Knochendichte f√ľhren, da die Knochen ohne regelm√§√üige Belastung nicht ausreichend stimuliert werden.

Sich dieser Risiken bewusst zu sein, hilft nicht nur dabei, das Erkrankungsrisiko zu minimieren, sondern trägt auf relativ simple Art und Weise auch zu einem allgemein gesunden Lebensstil bei. Sehen wir uns an, welche weitere Maßnahmen du setzen kannst, um der Entstehung von Osteoporose vorzubeugen.

Vorbeugung von Osteoporose-Schmerzen durch einen bewussten und aktiven Lebensstil

Die Vorbeugung von Osteoporose-Schmerzen und weiteren Symptomen beginnt bereits in jungen Jahren. Es geht darum, den Bewegungsapparat aufzubauen und fit zu halten, aber auch, den Nährstoffhaushalt im Auge zu behalten.

Ein aktiver und gesunder Lebensstil ist ein Marathon und kein Sprint. Es kommt auf Regelm√§√üigkeit √ľber viele Jahre hinweg an.¬† Das bedeutet keinesfalls, dass du dich t√§glich zwingen musst etwas zu tun. Viel eher stellt sich bei vielen Menschen aber die Routine ein, gar nie aktiv zu sein und genau das gilt es zu vermeiden.¬†

Knochen stärken und Osteoporose-Symptome bekämpfen - dein Lebensstil macht den Unterschied

Osteoporose und die Schmerzen, die dadurch entstehen, sind f√ľr Millionen von Menschen eine t√§gliche Herausforderung. Und auch wenn die Krankheit nicht heilbar ist, k√∂nnen das Verst√§ndnis √ľber Osteoporose-Ursachen und -Symptome bereits einen wertvollen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualit√§t von Betroffenen leisten. Eine ausgewogene Ern√§hrung, regelm√§√üige Bewegung und das Vermeiden von Risikofaktoren wie Rauchen und √ľberm√§√üigem Alkoholkonsum lassen sich relativ einfach bereits in jungen Jahren ber√ľcksichtigen.¬†

Auch bei Osteoporose können  sanfte Massagetechniken wie schwedische Massagen und Lymphdrainage helfen, Verspannungen im Alltag zu lindern, die Durchblutung zu fördern und so die Nährstoffversorgung im gesamten Körper verbessern.

Es gibt viele, oft unscheinbare Faktoren und eine erh√∂hte Achtsamkeit dem eigenen K√∂rper gegen√ľber, die deine Lebensqualit√§t langfristig steigern. Daher unser Tipp: Sei proaktiv und achte auf deinen K√∂rper und tue dir Gutes, wann immer m√∂glich.

 

Coverbild: Otto Norin, weitere Bilder: Pratik Patel

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Michael Roedeske
Inhaber der Massagesessel Welt

Mitgr√ľnder und Gesch√§ftsf√ľhrer der Massagesessel Welt. Mit seinem Expertenwissen und seiner Branchenkenntnis hilft er, Privatpersonen und Unternehmen zu passenden Massagesessels f√ľr Entspannung, Gesundheit und Vitalit√§t zu finden. Die individuelle Fachberatung erfolgt sowohl telefonisch oder per Videochat, als auch in der Ausstellung vor den Toren Stuttgarts.